Cannabis-Milch: Ein einfacher Leitfaden

Rezept-Überblick

40 MinVorbereitung
1 MinKochzeit
2Portionen
162 kcalKalorien
EinfachSchwierigkeit
Dessert

Sie ist schnell zubereitet und eignet sich als Grundlage für viele weitere Rezepte oder für die Zubereitung von Cannabis Kakao.

Zutaten

Portionen umrechnen:Zutaten werden automatisch umgerechnet
  • 500 ml Milch, vollfett
  • nach Bedarf Cannabis Blüten

Zubereitung

Schritt – Decarboxylierung: 

Beginne damit, dein Cannabis zu decarboxylieren.

marcos ramirez wnqJcgJXHXk unsplash

Schritt – Cannabis in Käsetuch wickeln

Gib das decarboxilierte Cannabis in das Passiertuch und binde es mit einer Küchenschnur zu.

Schritt – Milch Erhitzen

Gib deine Vollmilch in einen Topf und erwärme sie auf deinem Herd, ohne dass sie kocht. Füge dann das gebundene Käsetuch mit Cannabis hinzu und lasse es bei mittlerer Hitze etwa 1,5 Stunden ziehen. Dabei solltest du nach Möglichkeit alle zehn Minuten umrühren. 

Wenn du hast, nutze einen Simmertopf. Dieser erhitzt deine Milch schonender und stellt sicher, dass die Temperaturen während des gesamten Prozesses im moderaten Bereich bleiben.

Kochtopf auf einem Gasherd

Schritt – Milch sieben

Nach der Kochzeit die Milch durch ein Sieb oder Passiertuch in ein Gefäß gießen, um etwaige Pflanzenreste zu entfernen. 

Solltest du die Milch weiterverarbeiten wollen, ist jetzt der Zeitpunkt hierfür gekommen. Du hast eine Basis geschaffen, mit der du viele Gerichte anreichern kannst, von Getränken bis zu Saucen und Süßspeisen.

Optionaler Schritt – Kakaopulver zufügen

Falls du einen Cannabis-Kakao herstellen möchtest, füge 1 EL Kakaopulver in deine Milch.

Eine Tasse wird mit warmem Kakao befuellt

Wie viel Cannabis gehört in 500 ml Milch?

Das Rezept sagt „nach Bedarf“ – die Menge entscheidet hier aber über alles. Der begrenzende Faktor ist nicht das Cannabis, sondern das Fett in der Milch. Cannabinoide sind fettlöslich; sie können nur so viel in die Milch übergehen, wie Fett zum Andocken da ist.

Vollmilch hat rund 3,5 Prozent Fett. In 500 ml stecken also etwa 17 g Fett – zum Vergleich: In den 250 g Butter aus unserem Butterrezept sind es rund 200 g. Milch kann also nur einen Bruchteil aufnehmen, und mehr Blüten hineinzugeben bringt ab einem gewissen Punkt schlicht nichts mehr.

Praktische Empfehlung: 1 bis 2 g decarboxyliertes Cannabis auf 500 ml Vollmilch. Darunter wird es sehr mild, darüber bleibt der Wirkstoff größtenteils im Passiertuch.

Menge auf 500 mlTHC gesamt (bei 15 %)pro Portion (2 Portionen)
0,5 gca. 25 mgca. 12 mg
1 gca. 50 mgca. 25 mg
2 gca. 95 mgca. 48 mg

Auch die kleinste Variante liegt damit über der üblichen Einstiegsdosis von 2,5 bis 5 mg. Wer vorsichtig anfangen will, teilt die fertige Milch auf vier statt zwei Portionen auf oder verdünnt sie mit normaler Milch – das ändert am Geschmack wenig und macht die Dosis kontrollierbar.

Mehr Fett, mehr Wirkung

Wenn dir die Wirkung zu schwach ist, hilft nicht mehr Cannabis, sondern mehr Fett. Das ist der wichtigste Hebel bei diesem Rezept:

  • Sahne statt Milch: rund 30 Prozent Fett, also fast das Neunfache. Halb Sahne, halb Milch ist ein guter Kompromiss zwischen Ausbeute und Trinkbarkeit.
  • Kokosmilch: etwa 15 bis 20 Prozent Fett und zusätzlich reich an mittelkettigen Fettsäuren, die Cannabinoide besonders gut binden. Die vegane Variante ist hier nicht der Kompromiss, sondern die effizientere Lösung.
  • Ein Stück Butter dazu: 20 g normale Butter in die Milch geben hebt den Fettanteil spürbar, ohne den Charakter des Getränks zu verändern.

Pflanzendrinks aus Hafer, Reis oder Soja haben dagegen meist unter 2 Prozent Fett. Sie funktionieren deutlich schlechter, solange du nicht zusätzliches Fett zugibst.

Die häufigsten Fehler

  1. Milch gekocht. Das Rezept sagt zu Recht: erhitzen, nicht kochen. Kochende Milch schadet nicht nur dem Geschmack – an der Topfwand entstehen deutlich höhere Temperaturen, als das Thermometer in der Mitte anzeigt.
  2. Nicht umgerührt. Alle zehn Minuten umrühren steht nicht ohne Grund im Rezept. Es verhindert, dass sich am Boden eine heiße Schicht bildet, und hält das Fett in Bewegung.
  3. Decarboxylierung übersprungen. Ohne diesen Schritt entsteht Milch, die nach Cannabis schmeckt und nichts bewirkt – der häufigste Grund für enttäuschte Ergebnisse.
  4. Zu mager gewählt. Fettarme Milch oder Haferdrink bringen kaum Ausbeute. Vollfett ist bei diesem Rezept keine Geschmacksfrage.
  5. Passiertuch ausgewrungen. Presst vor allem Bitterstoffe heraus. Abtropfen lassen reicht.

Haltbarkeit und Lagerung

Cannabis-Milch hält sich im Kühlschrank etwa so lange wie die verwendete Milch – also zwei bis drei Tage nach dem Erhitzen, in einem sauberen Schraubglas eher drei bis vier. Sie ist damit das am kürzesten haltbare Rezept in dieser Sammlung.

Wenn du größere Mengen machst, friere sie portionsweise in einer Eiswürfelform ein. Die Würfel lassen sich später direkt in Kakao, Kaffee oder Saucen geben. Aufgetaute Cannabis-Milch flockt manchmal leicht aus – das ist harmlos und verschwindet beim Umrühren.

Was du damit machen kannst

Der eigentliche Wert dieses Rezepts liegt darin, dass es eine Basis ist. Cannabis-Milch lässt sich überall dort einsetzen, wo Milch vorkommt und nicht stark erhitzt wird: Kakao und Chai, Milchreis, Pudding, Pfannkuchenteig, Eiscreme, helle Saucen. Beim Weiterverarbeiten gilt dieselbe Regel wie bei der Herstellung – warm ja, kochend nein.

Als Getränk pur funktioniert sie am besten warm mit Honig, Zimt oder Kakao. Der leicht krautige Ton bleibt spürbar, Gewürze decken ihn zuverlässiger ab als Zucker allein.

Häufige Fragen

Kann ich Grinder-Reste dafür verwenden?

Ja, und das ist eine der sinnvollsten Verwendungen überhaupt dafür. Das Kief und die Krümel aus dem Grinder sind wirkstoffreich, aber zu wenig zum Rauchen. Sammle sie über Wochen, decarboxyliere die Menge und setze sie in Milch an. Die Stärke lässt sich dabei allerdings kaum abschätzen – fang mit einer kleinen Portion an.

Warum 1,5 Stunden – geht das nicht schneller?

Die lange Ziehzeit gleicht die niedrige Temperatur aus. Weil die Milch nicht kochen darf, braucht die Extraktion Zeit. Kürzer geht nur mit mehr Hitze, und die kostet Wirkstoff. Ein Simmertopf oder ein Wasserbad macht die 90 Minuten unkompliziert.

Wie lange dauert es, bis die Wirkung einsetzt?

Als Getränk auf leeren Magen manchmal schon nach 20 bis 30 Minuten, sonst 30 bis 120 Minuten. Stärkepunkt nach zwei bis vier Stunden, Gesamtdauer vier bis acht Stunden. Flüssige Edibles fluten tendenziell etwas schneller an als feste – was sie angenehmer dosierbar, aber auch tückischer macht.

Was tun, wenn ich zu viel getrunken habe?

Hinsetzen oder hinlegen, Wasser trinken, jemanden dabeihaben und abwarten. Nicht Auto fahren. Bei starkem Herzrasen, anhaltendem Erbrechen oder großer Angst ärztliche Hilfe holen.

Hinweis: Alle Dosierungsangaben sind Schätzwerte auf Basis üblicher Wirkstoffgehalte. Ohne Laboranalyse lässt sich der tatsächliche THC-Gehalt nicht bestimmen. Bewahre Edibles immer außer Reichweite von Kindern auf.

Rezept bewerten
2,5 / 5 · 4 Bewertungen
Wie gut ist dieses Rezept? Klicke zum Bewerten.