Cannabis-Lexikon

Von THC über Terpene bis zur Anbauvereinigung: In unserem Cannabis-Lexikon erklären wir dir die wichtigsten Begriffe rund um Sorten, Anbau, Konsum und Recht – kurz, verständlich und alphabetisch sortiert.

A

Anbauvereinigung (Cannabis Social Club)

Ein nicht-gewerblicher Verein, in dem erwachsene Mitglieder gemeinschaftlich Cannabis anbauen und die Ernte untereinander weitergeben. Anbauvereinigungen sind seit dem 1. Juli 2024 unter Auflagen erlaubt und dürfen höchstens 500 Mitglieder haben. Eine Übersicht mit Karte findest du in unserem Verzeichnis der Social Clubs. Du willst selbst einen gründen? Das erklärt unser Ratgeber zur Gründung.

Autoflowering (automatisch blühend)

Sorten, die nicht über den Lichtzyklus, sondern altersabhängig automatisch in die Blüte übergehen. Sie enthalten Erbgut der robusten Unterart Ruderalis, sind schnell erntereif und gelten als anfängerfreundlich. Mehr dazu im Bereich Growing.

B

Blütephase

Die Wachstumsphase, in der die Pflanze Blüten (Buds) bildet – bei photoperiodischen Sorten ausgelöst durch einen kürzeren Lichtzyklus. In dieser Zeit entstehen die meisten Cannabinoide und Terpene. Details zu allen Wachstumsphasen im Growing-Bereich.

Bong

Eine Wasserpfeife, bei der der Rauch durch Wasser gefiltert und dadurch gekühlt wird. Bongs zählen zum klassischen Konsumzubehör; eine Auswahl findest du im Bereich Zubehör.

C

Cannabinoide

Die wirksamen Inhaltsstoffe der Cannabispflanze, die an körpereigene Rezeptoren andocken. Die bekanntesten sind THC und CBD, daneben gibt es Dutzende weitere wie CBG und CBN. Ihr Zusammenspiel prägt die Wirkung einer Sorte.

CBD (Cannabidiol)

Ein nicht berauschendes Cannabinoid, dem entspannende und ausgleichende Eigenschaften zugeschrieben werden. Im Gegensatz zu THC macht CBD nicht „high“. In unserer Sortendatenbank kannst du nach dem CBD-Gehalt filtern.

CanG / KCanG

Das Cannabisgesetz (CanG) ist das seit dem 1. April 2024 geltende Gesetzespaket, dessen Kern das Konsumcannabisgesetz (KCanG) bildet. Es regelt Besitz, Eigenanbau und Anbauvereinigungen. Alle Regeln erklären wir in unserer CanG-FAQ.

Curing (Aushärten)

Das kontrollierte Nachreifen der getrockneten Blüten in luftdichten Behältern über mehrere Wochen. Curing verbessert Aroma, Geschmack und Haltbarkeit deutlich. Wie es geht, steht unter Ernte und Weiterverarbeitung.

D

Dabbing

Eine Konsumform, bei der hochkonzentrierte Cannabis-Extrakte an einer heißen Oberfläche verdampft und inhaliert werden. Dabbing wirkt intensiver als das Rauchen von Blüten und richtet sich eher an erfahrene Konsumenten.

Decarboxylierung

Das Erhitzen von Cannabis, durch das die inaktive Säureform THCA in wirksames THC umgewandelt wird. Dieser Schritt ist die Grundlage jeder Zubereitung von Edibles, damit sie überhaupt wirken.

E

Edibles

Essbare Cannabisprodukte wie Kekse, Gummis oder Getränke. Ihre Wirkung setzt verzögert ein, hält dafür aber länger an – deshalb ist vorsichtiges Dosieren wichtig. Anleitungen findest du in unseren Rezepten.

Eigenanbau

Der private Anbau von Cannabis zum Eigenkonsum. Erwachsene dürfen bis zu drei Pflanzen gleichzeitig anbauen. Alles vom Setup bis zur Ernte erklärt der Growing-Bereich.

Endocannabinoid-System

Ein körpereigenes Signalsystem aus Rezeptoren und Botenstoffen, das unter anderem Schmerz, Appetit, Stimmung und Schlaf mitreguliert. Cannabinoide wie THC und CBD entfalten ihre Wirkung, indem sie an dieses System andocken.

Entourage-Effekt

Die Annahme, dass Cannabinoide und Terpene gemeinsam stärker oder anders wirken als isoliert. Das Zusammenspiel der Inhaltsstoffe erklärt, warum sich Sorten mit ähnlichem THC-Gehalt unterschiedlich anfühlen können.

F

Feminisierte Samen

Speziell gezüchtete Samen, aus denen fast ausschließlich weibliche Pflanzen wachsen. Da nur weibliche Pflanzen die begehrten Blüten bilden, sind sie im Eigenanbau die Regel. Mehr unter Samen.

Flushing (Spülen)

Das Gießen mit reinem Wasser in den letzten Tagen vor der Ernte, um überschüssige Nährstoffe aus dem Substrat zu schwemmen. Das soll den Geschmack der Blüten verbessern.

G

Grinder

Eine Mühle zum gleichmäßigen Zerkleinern der Blüten. Fein zerkleinertes Material lässt sich besser verdampfen oder rollen. Grinder gehören zum Standard-Zubehör.

H

Haschisch

Ein Cannabisprodukt aus abgetrenntem und gepresstem Harz der Pflanze. Haschisch ist meist deutlich konzentrierter als getrocknete Blüten.

Hybrid

Eine Kreuzung aus Indica- und Sativa-Genetik, die Eigenschaften beider Typen vereint. Die meisten modernen Sorten sind Hybride mit unterschiedlichem Schwerpunkt. Filtere in der Sortendatenbank nach Typ.

I

Indica

Ein Cannabis-Typ, dem eine eher körperlich-entspannende Wirkung nachgesagt wird. Indica-Pflanzen bleiben typischerweise kompakter und buschiger als Sativas. Den Unterschied erklären wir ausführlich in unserem Blog.

K

Kola

Der zentrale, dichte Blütenstand am oberen Ende eines Haupttriebs. Gut ausgebildete Kolas sind ein Zeichen für eine kräftige, gesunde Pflanze.

R

Ruderalis

Eine robuste, von Natur aus THC-arme Cannabis-Unterart, die unabhängig vom Lichtzyklus blüht. Ihr Erbgut steckt in autoflowering Sorten und macht sie widerstandsfähig und schnell.

S

Sativa

Ein Cannabis-Typ, dem eine eher anregende, kopfbetonte Wirkung zugeschrieben wird. Sativa-Pflanzen wachsen meist höher und schlanker und brauchen länger bis zur Ernte als Indicas.

Schutzzone

Bereiche, in deren Sichtweite der Konsum verboten ist – etwa rund um Schulen, Kitas, Spielplätze und Sportstätten (Richtwert 100 Meter). Die genauen Konsumregeln stehen in der CanG-FAQ.

Sinsemilla

Wörtlich „ohne Samen“: unbefruchtete weibliche Blüten, die keine Samen ansetzen und dafür besonders viel Harz und Wirkstoff bilden. Das ist im Eigenanbau das angestrebte Ergebnis.

Steckling

Ein abgeschnittener Trieb einer Mutterpflanze, der bewurzelt wird und genetisch identisch weiterwächst. Stecklinge zählen rechtlich als Pflanzen. Eine Anleitung gibt es unter Wachstumsphasen.

T

Terpene

Aromastoffe, die Cannabis seinen charakteristischen Geruch und Geschmack geben und am Entourage-Effekt beteiligt sind. Sie kommen auch in vielen anderen Pflanzen vor, etwa in Zitrusfrüchten oder Kiefern.

THC (Tetrahydrocannabinol)

Das wichtigste psychoaktive Cannabinoid, das für den berauschenden Effekt verantwortlich ist. Der THC-Gehalt ist ein zentrales Merkmal jeder Sorte – filtere danach in der Sortendatenbank.

Trichome

Winzige, harzige Drüsenhaare auf Blüten und Blättern, in denen die Cannabinoide und Terpene gebildet werden. Ihre Farbe hilft, den optimalen Erntezeitpunkt zu bestimmen.

Trimmen

Das Zurückschneiden überschüssiger Blätter von den geernteten Blüten. Sauber getrimmte Buds sehen ansprechender aus und rauchen milder. Mehr unter Ernte und Weiterverarbeitung.

V

Vaporizer

Ein Gerät, das Cannabis erhitzt, ohne es zu verbrennen, sodass die Wirkstoffe verdampfen statt zu verrauchen. Das gilt als schonendere Alternative zum Rauchen. Modelle findest du im Bereich Zubehör.

Du vermisst einen Begriff? Stöbere im Growing-Bereich, in der Sortendatenbank oder in unserem Blog – dort gehen wir vielen Themen ausführlich auf den Grund.