Rezept-Überblick
Hier erklären wir euch, wie wir 2 Tafeln Hash-Schokolade zum Pur verzehren oder Weiterverarbeiten herstellen.
Zutaten
- 200 g Blockschokolade
- 4 EL Kakaobutter
- 2 g Aktiviertes Hash
- nach Bedarf Topping wie z. B. Nüsse, Cranberries, etc.
Zubereitung
Utensilien
Zusätzlich zu den Zutaten benötigt ihr noch folgende weitere Utensilien:
- Kochtopf
- Schneebesen
- Schüssel
- Schokoladen-Formen

Kakaobutter oder Öl erhitzen
Wir beginnen damit die Kakaobutter oder Öl in einer Schüssel im Wasserbad zu erhitzen. Wenn die Kakaobutter flüssig ist bzw,. das Öl warm, geben wir unsere gewünschte Menge aktiviertes Hash hinzu und verrühren alles mit dem Schneebesen.

Hash hinzufügen
Wir geben also in diesem Schritt das aktivierte Hash zur Kakaobutter hinzu und verrühren es miteinander.

Schokolade hinzufügen
Nun geben wir unsere Blockschokoladen hinzu und lassen diese schmelzen.
Passt hierbei auf, dass euch keine Wassertropfen in die Schokolade tropfen. Dies kann sich äußerst negativ auf eure Schokolade auswirken. Es bilden sich kleine Klümpchen. Sollte euch dies passieren, könnt ihr versuchen durch Zugabe eines neutralen Öls (z.B. Sonnenblumenöl) wieder eine Geschmeidigkeit herzustellen.
Wenn alles geschmolzen ist, unter Rühren mit dem Schneebesen ca. 20-30 Minuten leicht köcheln lassen.

Schokolade in Formen füllen
Jetzt kann die Schokolade in die Form gefüllt werden. Wenn ihr mit eurer Schokolade fertig seid, stellt Sie zum härten in den Kühlschrank. Hier könnt ihr die Schokolade auch gut lagern, bis ihr Sie verzehrt.

Topping / Highlights
Nun könnt ihr der Schokolade ein paar weitere Zutaten hinzufügen.
Hier ein paar Möglichkeiten:
- Weiße Schokoladen-Stückchen
- Salzkaramell-Stückchen
- Mandeln oder Mandelsplitter
- Haselnüssen und Cranberries
- Pistaziensplitter
oder eine Mischung aus allem.

Kühlen
Lasst eure Schokolade nun im Kühlschrank eine Zeit lang auskühlen (ca. 60 Minuten)

Befreien
Nachdem eure Hash-Schokolade ausgekühlt ist und hart geworden ist, könnt ihr Sie aus der Form befreien und anschließend verzehren oder lagern. Wir empfehlen euch hier eine Lagerung im Kühlschrank, möglichst Luftdicht und in einem kleinen Gefäß um Schwitzwasser zu vermeiden.

Fertig.
Fertig ist eure Hash-Schokolade. Wenn euch das Rezept gefallen hat, dann teilt es doch gerne mit Interessierten über die Teilen-Funktion im oberen Teil des Rezeptes.

Wie stark werden die Tafeln?
Das Rezept arbeitet mit 2 g aktiviertem Hasch auf zwei Tafeln. Haschisch ist deutlich potenter als Blüten – üblich sind 20 bis 40 Prozent THC statt 10 bis 20. Gerechnet mit 35 Prozent:
- 2 × 1.000 × 0,35 = 700 mg THCA
- × 0,88 × 0,9 (Umrechnung und Decarboxylierung) = 554 mg
- × 0,8 (Extraktion in Kakaobutter – höher als bei Blüten, weil kaum Pflanzenmaterial im Weg ist) = rund 440 mg THC insgesamt
Verteilt auf zwei Tafeln sind das etwa 220 mg pro Tafel. Eine handelsübliche Tafel hat 20 bis 24 Stückchen – macht rund 10 mg THC pro Stückchen.
| THC-Gehalt deines Haschs | pro Tafel | pro Stückchen (20 St.) |
|---|---|---|
| 20 % | ca. 125 mg | ca. 6 mg |
| 35 % | ca. 220 mg | ca. 11 mg |
| 50 % | ca. 315 mg | ca. 16 mg |
Der große Vorteil dieses Rezepts liegt genau in dieser Aufteilung: Eine Tafel ist von Haus aus in gleich große Stückchen unterteilt. Damit ist Schokolade das am präzisesten portionierbare feste Edible – vorausgesetzt, du gießt in eine Form mit gleichmäßigen Feldern und nicht als Platte.
Warum Kakaobutter und nicht einfach Schokolade schmelzen?
Der Schritt wirkt umständlich, ist aber der entscheidende. Cannabinoide brauchen Fett, um in Lösung zu gehen – und sie brauchen Zeit und moderate Wärme dafür. Kakaobutter ist ein reines Fett und nimmt sie zuverlässig auf.
Würdest du das Hasch direkt in geschmolzene Schokolade rühren, kämpfst du gegen zwei Dinge: Die Schokolade enthält bereits Zucker und Milchbestandteile, die die Aufnahme behindern, und du müsstest sie länger warm halten, als ihr guttut. Der Umweg über die Kakaobutter trennt beide Aufgaben sauber voneinander – erst extrahieren, dann verarbeiten.
Temperieren: warum die Tafel grau wird
Das häufigste Ärgernis bei selbstgemachter Schokolade sind gräuliche Schlieren und eine weiche, bröckelige Konsistenz. Das ist kein Fehler im Rezept, sondern fehlendes Temperieren – die Kakaobutter kristallisiert in der falschen Form.
Die einfache Methode: Schokolade im Wasserbad auf etwa 45 °C schmelzen, dann vom Herd nehmen und unter Rühren auf etwa 27 °C abkühlen lassen, anschließend kurz wieder auf 31 bis 32 °C erwärmen und sofort in die Form gießen. Das Ergebnis glänzt, bricht mit einem sauberen Knack und bleibt bei Raumtemperatur fest.
Alle diese Temperaturen liegen weit unter der Grenze, ab der THC leidet – beim Temperieren musst du dir um den Wirkstoff also keine Sorgen machen.
Die häufigsten Fehler
- Wasser in die Schokolade bekommen. Schon ein paar Tropfen Kondenswasser vom Wasserbad lassen die Masse klumpen und unbrauchbar werden. Schüssel größer als der Topf wählen, damit kein Dampf hineinzieht.
- Zu heiß geschmolzen. Über 50 °C wird Schokolade dickflüssig und körnig. Wasserbad, nie direkt auf der Platte.
- Hasch nicht decarboxyliert. Auch Hasch muss decarboxyliert werden – auch dort liegen die Cannabinoide überwiegend als Säuren. Ohne Aktivierung schmeckt die Tafel nach Hasch und wirkt nicht.
- Nicht lange genug gerührt. Das Hasch muss sich vollständig in der Kakaobutter auflösen. Sichtbare Krümel bedeuten ungleiche Verteilung – und damit Stückchen mit sehr unterschiedlicher Stärke.
- Als Platte gegossen. Ohne Unterteilung ist die präzise Portionierung dahin, die dieses Rezept eigentlich auszeichnet.
Haltbarkeit und Lagerung
Kühl, trocken und dunkel gelagert hält die Schokolade mehrere Monate. Sie gehört nicht in den Kühlschrank – dort zieht sie Feuchtigkeit und bekommt einen weißlichen Belag. Ideal sind 15 bis 18 °C in einer verschlossenen Dose.
Weil praktisch kein Wasser und kein Pflanzenmaterial enthalten ist, ist Hash-Schokolade nach der Tinktur das haltbarste Rezept in dieser Sammlung. Der begrenzende Faktor ist die Schokolade selbst, nicht der Wirkstoff.
Varianten
Mit Topping: Gehackte Nüsse, Cranberries oder Meersalz auf die noch flüssige Schokolade streuen. Neben dem Geschmack hat das einen praktischen Nutzen – die Tafel sieht erkennbar anders aus als gekaufte Schokolade.
Weiße Schokolade: Funktioniert genauso, verzeiht aber weniger: Sie brennt schneller an und maskiert den Cannabis-Geschmack deutlich schlechter als dunkle Sorten.
Mit Blüten statt Hasch: Möglich, aber unpraktisch. Blüten hinterlassen Pflanzenmaterial in der Masse, das sich nicht ausfiltern lässt, ohne die Schokolade wieder zu verflüssigen. Wenn du Blüten verwenden willst, stelle zuerst Cannabis-Kakaobutter her und filtere sie ab.
Häufige Fragen
Kann ich normale Butter statt Kakaobutter nehmen?
Technisch ja, das Ergebnis leidet aber. Butter enthält Wasser und Milcheiweiß – die Tafel wird weicher, schmilzt schon in der Hand und hält deutlich kürzer. Kakaobutter ist hier kein Luxus, sondern der Grund, warum das Rezept funktioniert.
Wie viel Hasch soll ich nehmen, wenn ich den Gehalt nicht kenne?
Rechne im Zweifel mit dem oberen Wert, also 40 bis 50 Prozent, und dosiere entsprechend vorsichtig. Bei 2 g auf zwei Tafeln liegst du dann bei etwa 15 mg pro Stückchen – fang mit einem halben an.
Wie lange dauert es, bis die Wirkung einsetzt?
30 bis 120 Minuten, Stärkepunkt nach zwei bis vier Stunden, Gesamtdauer vier bis acht Stunden. Schokolade wird oft nebenbei gegessen – genau darin liegt bei einem Edible das Risiko. Nimm dir die Portion bewusst und leg die Tafel danach weg.
Was tun, wenn ich zu viel gegessen habe?
Hinsetzen oder hinlegen, etwas trinken, jemanden dabeihaben und abwarten. Nicht Auto fahren. Bei starkem Herzrasen, anhaltendem Erbrechen oder großer Angst ärztliche Hilfe holen.
Hinweis: Alle Dosierungsangaben sind Schätzwerte auf Basis üblicher Wirkstoffgehalte. Ohne Laboranalyse lässt sich der tatsächliche THC-Gehalt nicht bestimmen. Bewahre Edibles immer außer Reichweite von Kindern auf.
