Wenn im Raum gekifft wird – wird man dann automatisch mit high? Die Frage nach dem „Passiv-High“ hält sich hartnäckig. Wir schauen, was dran ist.
Die kurze Antwort
Unter normalen Bedingungen: kaum. Um durch Passivrauch einen spürbaren Effekt zu bekommen, bräuchte es eine extreme Situation – etwa einen sehr kleinen, unbelüfteten Raum mit intensivem Rauch über längere Zeit. Im Alltag, etwa bei einem gut gelüfteten Zimmer oder draußen, ist ein „Passiv-High“ praktisch auszuschließen.
Was Untersuchungen zeigen
In Experimenten unter extremen Bedingungen ließen sich bei Nichtrauchern geringe Mengen THC nachweisen und teils leichte Effekte. Sobald der Raum aber normal belüftet war, verschwand dieser Effekt weitgehend. Für den Alltag heißt das: Entwarnung.
Und der Drogentest?
Auch die Sorge, durch Passivrauch einen positiven Drogentest zu riskieren, ist in der Praxis kaum begründet. Nur unter den erwähnten extremen Bedingungen wurden überhaupt messbare, meist nicht relevante Werte gefunden.
Trotzdem: Rücksicht nehmen
Unabhängig vom High enthält Cannabisrauch – wie Tabakrauch – Schadstoffe. Nichtraucher und besonders Kinder sollten dem Rauch nicht ausgesetzt werden.
Häufige Fragen
Kann man passiv high werden?
Unter normalen Bedingungen kaum. Nur in sehr kleinen, schlecht belüfteten Räumen mit starkem Rauch ist ein leichter Effekt denkbar.
Schlägt ein Drogentest durch Passivrauch an?
In der Praxis ist das sehr unwahrscheinlich. Nur unter extremen Bedingungen wurden geringe, meist nicht relevante Werte gemessen.
Ist Passivrauch von Cannabis schädlich?
Wie bei Tabak enthält der Rauch Schadstoffe. Man sollte Nichtraucher, besonders Kinder, dem Rauch grundsätzlich nicht aussetzen.
Mehr zur Wirkung: Wie fühlt sich high an? Mehr im Lexikon.
