Rezept-Überblick
Hier erklären wir euch, wie ihr mit Cannabis infused Gummibärchen einfach und schnell selbst herstellen könnt. Achtet bitte darauf, diese Snacks natürlich von Kindern fernzuhalten.
Zutaten
- 175 ml Fruchtsaft
- 11 Blätter Gelatine
- 1.5 EL Zitronensaft
- 1.5 EL Zucker
- nach Bedarf Cannabis-Tinktur
Zubereitung
Cannabis-Tinktur herstellen
Für dieses Rezept benötigst du eine Cannabis-Tinktur, um die Gummibärchen zu infusen. Wie du diese Cannabis-Tinktur herstellen kannst, erfährst du hier.
Zusätzliche Utensilien
Nicht nur, weil es zum Thema passt, sondern auch dafür, dass diese speziellen Gummibärchen DIREKT von normalen zu unterscheiden sind, empfehlen wir euch eine spezielle Silikonform zu verwenden. Wir empfehlen euch diese Cannabis Blatt Silikon Formen
Mischung herstellen
Gib den Fruchtsaft in einen Topf. Gib dann die Gelatineblätter nach und nach hinzu und drücke sie ggfs. etwas unter den Saft, damit sie vollständig von Flüssigkeit bedeckt sind. Lasse die Gelatine ca. 5 Minuten einweichen. Gib nun den Zitronensaft hinzu und lass die Gelatine bei niedriger bis mittlerer Temperatur zergehen. WICHTIG: Die Gelatine darf nicht kochen!
Zucker hinzugeben
Gib nun den Zucker hinzu und lasse ihn unter ständigem Rühren in im Topf auflösen.
Cannabis-Tinktur hinzufügen
Füge nun die Cannabis-Tinktur hinzu und rühre diese gut um, damit sich die Cannabis-Wirkstoffe gut verteilen und sich der in der Tinktur befindliche Alkohol verflüchtigt. Achte hierbei unbedingt auf die Dosierung je nachdem wie stark deine einzelnen Gummibärchen anschließend werden sollen. Hinweise dazu und zu der Dosierung findest du im Cannabis-Tinktur-Rezept.
Gießen und abkühlen
Lege deine Silikonform auf einem festen Untergrund wie z. B. einem großen Schneidebrett ab. Fülle nun mit Hilfe von kleinen Pipetten oder sehr vorsichtig die heiße Masse direkt in die Form. Sobald alles eingefüllt ist, lege dein Brett inklusive der Silikonform für mindestens 90 Minuten in den Kühlschrank, damit die Gelatine schneller fest wird.
Auslösen, Fertig
Nachdem die Gummibärchen abgekühlt sind, kannst du sie aus der Silikonform befreien. Falls sie sich noch nicht gut lösen lassen, ist die Gelatine noch nicht fest genug und sie müssen noch eine Ehrenrunde im Kühlschrank drehen. Fertig sind deine Cannabis infused Gummibärchen.
Wie viel Tinktur brauchst du wirklich?
„Nach Bedarf“ ist bei diesem Rezept die unbefriedigendste Angabe – also rechnen wir sie aus. Eine Cannabis-Tinktur nach unserem Grundrezept (10 g decarboxyliertes Cannabis auf 200 ml Weingeist) enthält bei 15 Prozent THC etwa 830 mg Wirkstoff, verteilt auf 200 ml. Das sind rund 4 mg THC pro Milliliter.
Das Rezept ergibt etwa 70 Gummibärchen. Bei einer Zieldosis von 5 mg pro Stück brauchst du also 350 mg THC insgesamt – und damit knapp 90 ml Tinktur.
Genau hier liegt das Problem, das die meisten erst beim Rühren bemerken: 90 ml Alkohol auf 175 ml Fruchtsaft lässt die Gelatine nicht mehr fest werden. Ab etwa 15 Prozent Alkoholanteil in der Gesamtflüssigkeit bleibt die Masse weich oder wird gar nicht erst geliert.
Die Lösung: Tinktur einreduzieren
Stelle die abgemessene Tinktur in einer flachen Schale ins Wasserbad bei höchstens 60 °C und lass den Alkohol auf etwa ein Viertel des Volumens verdunsten. Aus 90 ml werden so rund 22 ml mit unveränderter Wirkstoffmenge – und diese 22 ml verträgt das Rezept problemlos.
Wichtig: offene Schale, kein geschlossener Topf, keine offene Flamme in der Nähe, gut lüften. Und nicht über 60 °C gehen – dann verdampft der Alkohol schnell genug, ohne dass Cannabinoide leiden.
| Zieldosis pro Bärchen | THC gesamt (70 Stück) | Tinktur (4 mg/ml) | nach dem Einreduzieren |
|---|---|---|---|
| 2,5 mg | 175 mg | ca. 44 ml | ca. 11 ml |
| 5 mg | 350 mg | ca. 88 ml | ca. 22 ml |
| 10 mg | 700 mg | ca. 175 ml | ca. 44 ml |
Für Einsteiger sind 2,5 mg pro Bärchen die vernünftige Wahl. Der Vorteil von Gummibärchen gegenüber Keksen ist gerade die feine Portionierung – nutze sie, statt sie mit einer hohen Dosis wieder wegzuwerfen.
Warum sich Tinktur und Saft trennen – und was hilft
Cannabinoide sind fettlöslich, Fruchtsaft ist wässrig. Sobald der Alkohol verdunstet oder sich verdünnt, verlieren die Wirkstoffe ihr Lösungsmittel und lagern sich an – meist oben an der Oberfläche oder am Topfrand. Das Ergebnis sind Bärchen mit sehr unterschiedlicher Stärke, obwohl alles aus derselben Masse stammt.
Ein halber Teelöffel Sonnenblumenlecithin, zusammen mit der Tinktur eingerührt, wirkt als Emulgator und hält die Cannabinoide in der Schwebe. Zusätzlich hilft es, die Masse bis unmittelbar vor dem Abfüllen immer wieder umzurühren und beim Befüllen der Form zwischendurch nachzurühren.
Die häufigsten Fehler
- Gelatine gekocht. Das Rezept warnt zu Recht. Über 80 °C verliert Gelatine ihre Gelierkraft dauerhaft – die Masse wird nie mehr fest, egal wie lange sie kühlt.
- Zu viel Alkohol. Der häufigste Grund für matschige Bärchen. Tinktur vorher einreduzieren statt einfach mehr davon zuzugeben.
- Nicht nachgerührt. Wer die Form in einem Zug befüllt, bekommt am Anfang schwache und am Ende starke Bärchen.
- Zu warm abgefüllt. Die Masse sollte handwarm sein, nicht heiß – sonst verzieht sich die Silikonform und die Portionen werden ungleich.
- In der normalen Süßigkeitendose gelagert. Der Grund für die Empfehlung der Cannabisblatt-Form im Rezept: Bärchen, die aussehen wie Bärchen, werden gegessen wie Bärchen.
Haltbarkeit und Lagerung
Im Kühlschrank in einer luftdichten Dose halten die Gummibärchen etwa zwei Wochen. Bei Raumtemperatur schwitzen sie und kleben zusammen – wer das vermeiden will, wälzt sie nach dem Ausformen kurz in etwas Zucker oder Stärke.
Einfrieren funktioniert, verändert aber die Konsistenz: Nach dem Auftauen sind sie weicher. Wenn du größere Mengen machst, ist es sinnvoller, die Tinktur vorrätig zu halten und frisch zu gießen.
Varianten
Vegan mit Agar-Agar: Statt 11 Blatt Gelatine etwa 2 TL Agar-Agar auf 175 ml Saft. Agar muss im Gegensatz zu Gelatine kurz aufkochen, um zu gelieren, und ergibt eine festere, weniger elastische Konsistenz – eher Gelee als Gummibärchen.
Saurer Geschmack: Nach dem Ausformen in einer Mischung aus Zucker und Zitronensäure wälzen. Die Säure überdeckt den leicht bitteren Nachgeschmack der Tinktur deutlich.
Mit Cannabis-Öl statt Tinktur: Möglich, aber schwieriger – Öl trennt sich noch stärker von der wässrigen Masse. Dann ist Lecithin nicht optional, sondern Pflicht.
Häufige Fragen
Schmeckt man den Alkohol?
Wenn die Tinktur vorher eingekocht wurde, kaum. Ohne dieses Einreduzieren ja, deutlich – und das ist neben der Gelierfrage der zweite Grund, den Schritt nicht zu überspringen.
Wie lange dauert es, bis die Wirkung einsetzt?
30 bis 120 Minuten, Stärkepunkt nach zwei bis vier Stunden, Gesamtdauer vier bis acht Stunden. Weil Gummibärchen klein sind und nebenbei gegessen werden, ist die Versuchung groß, nach 45 Minuten das nächste zu nehmen. Genau das führt zu den unangenehmen Abenden.
Kann ich die Bärchen stärker machen, ohne mehr Tinktur zu nehmen?
Ja – mach die Tinktur stärker statt sie reichlicher zu dosieren. Mehr Cannabis auf dieselbe Alkoholmenge ergibt eine konzentriertere Tinktur, von der du dann weniger brauchst. Das umgeht das Gelierproblem von vornherein.
Was tun, wenn ich zu viel erwischt habe?
Hinsetzen oder hinlegen, etwas trinken, jemanden dabeihaben und abwarten. Nicht Auto fahren. Bei starkem Herzrasen, anhaltendem Erbrechen oder großer Angst ärztliche Hilfe holen.
Hinweis: Alle Dosierungsangaben sind Schätzwerte auf Basis üblicher Wirkstoffgehalte. Ohne Laboranalyse lässt sich der tatsächliche THC-Gehalt nicht bestimmen. Bewahre Edibles immer außer Reichweite von Kindern auf.
