Samen

In unserer Samenabteilung findest du Informationen und Bezugsquellen für deine nächste Cannabissorte. Neben wichtigen Informationen zu Samentypen findest du in jedem Beitrag nützliche Links zu geeigneten und von uns recherchierten Seedbanks, die qualitativ hochwertige Samen und Genetiken anbieten.

Die drei Samentypen

Welchen Samen du wählst, legt den gesamten Ablauf deines Grows fest – von der Dauer über den Arbeitsaufwand bis zur Frage, ob du aussortieren musst.

Feminisierte Samen

Sie bringen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit weibliche Pflanzen hervor – und nur die bilden die harzreichen Blüten, um die es geht. Erzeugt werden sie, indem eine weibliche Pflanze dazu gebracht wird, Pollen zu bilden; der Nachwuchs trägt dann keine männlichen Erbanlagen.

Für die allermeisten ist das die richtige Wahl: kein Aussortieren, keine verschwendeten Wochen an Pflanzen, die am Ende Pollen statt Blüten liefern, und volle Kontrolle über die Zahl der Pflanzen.

Reguläre Samen

Sie ergeben etwa zur Hälfte männliche, zur Hälfte weibliche Pflanzen. Wer mit zehn Samen startet, kann also mit rund fünf brauchbaren Pflanzen rechnen – und muss die männlichen frühzeitig erkennen und entfernen, bevor sie bestäuben.

Sinnvoll sind sie für alle, die selbst züchten oder eigene Samen gewinnen wollen. Viele Züchter halten reguläre Genetiken ausserdem für robuster und weniger anfällig für Zwitterbildung.

Autoflowering-Samen

Sie blühen nach einer festen Zeitspanne, unabhängig vom Lichtzyklus – eine Eigenschaft, die auf Cannabis Ruderalis zurückgeht. Der ganze Durchgang dauert nur zehn bis zwölf Wochen, die Pflanzen bleiben klein, und drinnen wie draussen entfällt jede Sorge um Lichteinflüsse.

Der Preis dafür ist ein geringerer Ertrag pro Pflanze und deutlich weniger Fehlertoleranz. Was dabei zu beachten ist, steht im Beitrag über Autoflowering-Sorten.

Woran man guten Samen erkennt

Ein reifer, keimfähiger Samen ist dunkelbraun bis grau, häufig marmoriert oder getigert, hat eine feste, glatte Schale und einen leichten Glanz. Er fühlt sich hart an und gibt beim vorsichtigen Drücken zwischen zwei Fingern nicht nach.

Hellgrüne oder weissliche Samen sind unreif, rissige oder eingedellte meist alt oder beschädigt. Die Grösse sagt dagegen wenig aus – sie ist vor allem sortenabhängig.

Der oft empfohlene Wassertest, bei dem sinkende Samen als gut gelten, ist mit Vorsicht zu geniessen: Auch alte Samen sinken nach längerem Einweichen, und wer den Test zu lange laufen lässt, ersäuft brauchbares Saatgut.

Richtig lagern

Samen bleiben mehrere Jahre keimfähig, wenn die Bedingungen stimmen – und verlieren die Keimfähigkeit binnen Monaten, wenn nicht:

  • Kühl – konstant zwischen 4 und 8 Grad, etwa im Kühlschrank.
  • Dunkel – lichtdichter Behälter.
  • Trocken – luftdicht verschlossen, gern mit einem Trockenmittelbeutel.
  • Konstant – Temperaturschwankungen und wiederholtes Herausnehmen schaden mehr als eine etwas zu warme, aber gleichbleibende Lagerung.

Nicht ins Gefrierfach: Restfeuchte im Samen bildet Eiskristalle und zerstört Zellstrukturen.

Von der Sorte zum Samen

Vor dem Kauf steht die Frage, welche Genetik zu deinem Vorhaben passt – Standhöhe, Blütedauer, Ansprüche und Wirkungscharakter unterscheiden sich erheblich. Einen Überblick über die grundlegenden Typen gibt der Beitrag zu Indica und Sativa.

In unserer Sortendatenbank findest du Profile zu den bekannten Genetiken – darunter Klassiker wie Jack Herer, White Widow, Amnesia Haze und Purple Haze ebenso wie neuere Sorten wie Gorilla Glue, Gelato, Banana Kush und Ghost Train Haze. Woher die oft schillernden Namen stammen, erzählt der Beitrag über die Welt der Cannabis-Sortennamen.

Worauf beim Kauf zu achten ist

  • Angaben zur Genetik. Seriöse Anbieter nennen Elternsorten, Blütedauer, erwartete Höhe und Ertragsspanne.
  • Keimgarantie. Ein Hinweis darauf, dass der Anbieter seinem eigenen Saatgut vertraut.
  • Verpackung. Lichtdicht und feuchtigkeitsgeschützt, nicht lose im Briefumschlag.
  • Realistische Versprechen. Extrem hohe THC-Angaben und Ertragszahlen weit über dem Üblichen sind ein Warnsignal, kein Verkaufsargument.

Und dann?

Steht das Saatgut bereit, geht es an die Keimung – der Schritt, bei dem die meisten Fehler aus zu viel Fürsorge entstehen. Die drei bewährten Methoden und die kritischen ersten zwei Wochen beschreibt der Beitrag Cannabis-Samen keimen lassen. Was danach kommt, ordnet die Übersicht zu den Wachstumsphasen ein.