Synthetische Cannabinoide: Gefahren von „Spice“ & Co.

Synthetische Cannabinoide werden oft als harmlose „Kräutermischungen“ oder „Legal Highs“ verkauft – tatsächlich gehören sie zu den gefährlichsten Substanzen im Umfeld von Cannabis. Dieser Beitrag erklärt, was sie sind und warum Vorsicht geboten ist.

Warnung: Synthetische Cannabinoide sind unberechenbar und können lebensgefährlich sein. Dieser Text dient ausschließlich der Aufklärung.

Was sind synthetische Cannabinoide?

Es handelt sich um im Labor hergestellte Chemikalien, die auf getrocknete Pflanzenteile gesprüht und als Räuchermischung verkauft werden – bekannt unter Namen wie „Spice“. Sie docken zwar wie natürliche Cannabinoide an die Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems an, sind chemisch aber völlig anders und meist um ein Vielfaches potenter.

Warum sie so gefährlich sind

Das Hauptproblem ist die Unberechenbarkeit: Von Charge zu Charge – sogar innerhalb einer Mischung – schwanken Wirkstoff und Menge enorm. Schon kleine Mengen können heftige Reaktionen auslösen: Herzrasen, Krampfanfälle, Psychosen, Bewusstlosigkeit. Anders als bei natürlichem Cannabis sind schwere Vergiftungen und Todesfälle dokumentiert.

„Legal High“ ist ein Irrtum

Der Verkauf als vermeintlich legale Alternative ist irreführend. In Deutschland werden synthetische Cannabinoide laufend verboten und fallen unter das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) oder das Betäubungsmittelrecht. Mit dem legalen, regulierten Umgang mit natürlichem Cannabis nach dem Cannabisgesetz haben sie nichts zu tun.

Häufige Fragen

Sind synthetische Cannabinoide dasselbe wie THC?

Nein. Es sind im Labor hergestellte Stoffe, die zwar an dieselben Rezeptoren andocken, aber oft viel stärker und völlig unberechenbar wirken – mit ganz anderem Risikoprofil als natürliches THC.

Warum sind sie so gefährlich?

Weil Wirkstoff und Dosierung stark schwanken und teils hochpotente Substanzen enthalten sind. Schwere Vergiftungen und Todesfälle sind dokumentiert.

Sind synthetische Cannabinoide legal?

Nein. Viele fallen in Deutschland unter das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz oder das Betäubungsmittelrecht. „Legal High“ ist irreführend.

Zum Vergleich: natürliche Cannabinoide. Mehr im Lexikon.

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