Spiralisierung beim Cannabis-Anbau: Definition und Anleitung

Spiralisierung ist eine schonende Trainingsmethode im Cannabis-Anbau, bei der der Trieb der Pflanze in eine Spirale gebogen wird. Ziel ist ein gleichmäßiger Lichteinfall und ein buschigerer Wuchs mit mehr Blütenansätzen. Hier erfährst du, was dahintersteckt und wie es geht.

Was ist Spiralisierung?

Die Spiralisierung gehört zum sogenannten Low-Stress-Training (LST). Dabei wird der Haupttrieb sanft gebogen und in einer spiraligen Form fixiert, statt ihn wachsen zu lassen, wie er will. Anders als beim Beschneiden wird nichts abgeschnitten – die Pflanze wird nur in Form gebracht.

Warum spiralisieren?

Eine unbehandelte Pflanze bildet oft einen dominanten Haupttrieb, der die unteren Triebe verschattet. Durch das spiralige Herunterbinden gelangt mehr Licht an alle Seiten und die unteren Triebe. Das Ergebnis: ein gleichmäßigerer, buschigerer Wuchs und in der Regel mehr Blütenansätze statt einer einzelnen großen Spitze.

So gehst du vor

  • Beginne früh in der Wachstumsphase, solange die Triebe jung und biegsam sind.
  • Biege den Trieb vorsichtig zur Seite und fixiere ihn mit weichem Draht oder Pflanzenclips am Topfrand.
  • Führe den Trieb nach und nach spiralig um die Pflanze.
  • Arbeite behutsam – nie knicken. Kleine Risse heilen zwar, unnötiger Stress bremst aber das Wachstum.

Mehr Grundlagen findest du im Growing-Bereich.

Häufige Fragen

Was bedeutet Spiralisierung?

Das gezielte, sanfte Biegen des Haupttriebs in eine spiralige Form, um Wuchs und Lichtausbeute der Pflanze zu steuern. Sie gehört zum Low-Stress-Training.

Ist Spiralisierung schädlich für die Pflanze?

Nein, wenn man sie behutsam und ohne Knicken durchführt. Als Low-Stress-Methode belastet sie die Pflanze deutlich weniger als etwa das Beschneiden.

Wann spiralisiert man am besten?

Vor allem in der Wachstumsphase, solange die Triebe noch jung und biegsam sind. In der Blüte wird das Training in der Regel reduziert.

Weitere Begriffe im Cannabis-Lexikon.

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